Vorstellung vom Overland Projektauto "Raider"

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      Vorstellung vom Overland Projektauto "Raider"

      "Raider" aus dem Englischen von Raid=Überfall, Raider=Räuber, beim Militär als Bezeichnung für eine Fronteinheit der Kavalerie für blitzartige Angriffe


      Darf ich vorstellen, das neue Projektauto für den Komplettumbau, als höchstwahrscheinlich nicht mehr alltagstaugliches Overland-Reisefahrzeug.



      Ich möchte in diesem Bericht mein neues Auto vorstellen, den dazu gehörenden Umbau, sowie Reparaturarbeiten dokumentieren und auch ein bischen Storytelling betreiben. Nicht nur damit es spannend und unterhaltsam wird, sondern auch um nützliche Informationen zu geben, damit andere Leute ihre eigenen Projekte vorantreiben können.
      Also viel Spaß!


      Zunächst einmal etwas zu meiner eigenen Geschichte im Bezug auf Pajero, Erfahrungen und Lehrgeld und die hoffentlich etwas klarere Sicht auf die Dinge.

      Im April 2017 habe ich meinen ersten Pajero gekauft. Ich war zu dem Zeitpunkt auf der Suche nach einem robusten Geländefahrzeug, um damit Sport und Expeditionsreisen und eine mögliche Weltreise antreten zu können. Nachdem alle SUV´s aufgrund ihrer geringen Robustheit und hohen Kosten ausgeschieden waren und auch alle echten Geländewagen über 10.000 Euro ausgeschieden waren, blieben bei einer überschaubaren Hand von Fahrzeugen, neben abgerockten Edelgeländewagen eigentlich nur Pajeros als Autos mit einer guten Preis-Leistung und starken Attributen übrig. Alles andere war entweder zu teuer, oder zu verbraucht, oder hatte keine anständigen Attribute. Zu dem Zeitpunkt waren sicher schon 3 Monate der Suche verstichen...
      Also fing ich an mir Pajeros anzusehen, die meisten Angebote zu dem Zeitpunkt waren aber nicht nach meinem Geschmack, oder die Autos waren offensichtlich schon stark verbraucht.
      Irgendwann gab es dann ein Angebot für ein Auto in meiner Umgebung, dass ziemich gut ins Profil ins passte und ich war bei der Besichtung direkt begeistert, auch ein wenig emotional befangen.



      Der Wagen war einigermaßen gut gepfegt, lief einwandfrei und hatte eine Manuelle Gangschaltung (zu dem Zeitpunkt Präferenz). Außerdem LPG, was ich damals wie heute sehr sinnvoll finde bei einem so hohen Verbrauch.
      Ich hatte damals nicht die Erfahrung, die ich heute habe und ich kaufte das Auto, nachdem 80% der Kaufempfehlungen aus der Kaufberatung positiv abgehakt wurden.

      An dieser Stelle möchte ich einmal sagen, dass die Kaufberatung inkeinem Fall schlecht ist und auch auf die meisten Punkte entsprechend eingeht. Für einen Laien ist es trotzdem eher schwer, den Pajero aufgrund dieser Angaben korrekt einzuschätzen.
      Preise und Verfügbarkeit am Ersatzteilmarkt, sowie damit verbundene Arbeiten und dadurch entstehende Mehrkosten, sind nur eine Sache, die an as Anfänger nicht einschätzen kann.

      ...Mein Pajero stellte sich als Überraschungsei heraus...

      Erst nachdem der Wagen von unten her gereinigt wurde, teilweise mechanisch der alte Unterbodenschutz entfernt wurde und anschließend mit dem Hammer inspiziert wurde, kam der Rost zum Vorschein. Rahmen, Schweller, Radhäuser, Bodengruppe...

      Für 5500 Euro, war das sicher kein Schnäppchen :S

      Dann kamen noch der große Service mit Zahnriemen und Füssigkeiten und andere Kleinigkeiten dazu, sowie die hintere Fahrwerkseinheit und mittlerweile auch die LiMa.
      Anfang des Jahres hatte ich noch ein ganzes Schlachtauto gekauft um das meiste an Teilen für die endgültigen Reparaturen zur Verfügung zu haben. -Was soweit auch geklappt hat.

      Trotzdem habe ich mich dafür entschieden ein anderes Auto zu kaufen, als Basis für mein ursprünglich angedachtes Projekt vom autarken Overlander.

      Hier mal die Pros und Cons

      Pros:
      Mit 170.000km deutlich besser als der alte (307.000km beim Kauf in 2017).
      Er hat eine Automtik und den Tempomat (beides mittlerweile Präferenz für mich an einem Pajero, der hauptsächlich für Fernreisen, Hänger ziehen und Gelände eingesetzt wird).
      Er hat das Sonnenschiebedach.
      Noch weniger Elektronik, inklusive nur einer Klimaanlage (find ich besser als zwei Stück, weil insgesamt weniger Wartungsaufwand).
      Es ist der DOHC 208 PS Motor (fürs Hänger ziehen und Gelände fahren nochmal nen ganzen Tick kräftiger).
      Die Farbe ist Weiß (meine persönliche Lieblingsfarbe für Geändefahrzeuge, weil zum einen das Lackbild weniger anfällig für sichtbare Lackdefekte ist und zum anderen sich das Auto weniger aufheizt).
      Die Kaosserie vom Vorfacelift gefällt mir in Verbindung mit Geländemods deutlich besser.
      Außerdem sind umlaufend mehr Plastikteile an den aten Modellen und das ist bei kleinen Macken und Geländeremplern DEUTLICH leichter zu handhaben als beim Facelift.

      Cons:
      Bei den oben aufgeführten Pros kommt ja deutlich ein Hang zur klareren Linie des Geländewagens hervor. Das alte Auto als Faceliftüberzeugt hingegen mehr it dem geungenen Spagat zwischen robusten Gelänefahrzeug und Edel SUV.
      Sprich weniger Kopfort und Luxus im neuen Wagen.
      Nach dem Umbau ist er wahrscheinich nicht mehr Alltagstauglich.
      Ein wenig teurer in der Haltung wegen der stärkeren Maschine.
      Er ist optisch eben nicht so ein hingucker wie der Facelift.
      Die Investitionsfalle an meinem alten Auto. Beim Verkauf des alten Autos inklusive der gesammelten Ersatzteile, gibt es nur einen Bruchteil von dem Geld wieder.

      Ansonsten gibt es keine wirkichen Cons, die mir einfallen.


      Erwähnenswert wäre vielleicht noch der Kaufpreis und ein paar Eckdaten zu dem neuen Fahrzeug.

      Also das ist eben ein 1996er Pajero mit 174.000 Kilometern als 3,5er DOHC, Automatik und Tempomat und ich glaube es ist die GLS Ausstattung (Also höchste Aussattungslinie). Allerdings ist es kein American Dream! Dafür ist die Farbe Weiß.
      Der Wagen ist quasi zweite Hand, obwohl dritte Hand korrekt wäre. Das heißt, er war bis vor kurzem bei jemad andrem im Besitz, allerdings nur für kurze Zeit. In dieser Zeit wurde an dem Auto mehr investiert, als von dem Auto gefordert wurde und das auch nur für weniger als ein Jahr. Somit kann man eher sagen zweite als dritte Hand. In erster wurde das Auto viele Jahre gewerblich im KFZ Notdienst eingestzt und Scheckheftgepflegt.
      Danach wurde das Auto abgegeben und stand nun mehrere Jahre ohne Verkauf auf dem Hof eines Händlers. Das ging solange, bis man den Zustand bestenfalls noch als desolat bezeichnen konnte. Mit Moos bewachsen, dreckig und von Insekten bewohnt ging er dort seinem Ende entgegen und sollte in den Export gehen. Jemand anderes aus dem Raum Mainz entdeckte den Wagen aber noch rechtzeitig und kaufte ihn. Es wurden dann einge Reparaturen und der große Service durchgeführt.
      Obwohl der Wagen insgesamt sehr gut da steht, hatte sich der Käufer aber dagegen entschieden ihn zu behalten und ich habe ihn also nach dem Kurzzeitgebrauch
      gekauft.
      Substanziell wirklich sehr gut. Auch die Maschine und Getriebe in gutem Zustand. Alle anderen Systeme laufen ebenfalls wie sie es sollen.
      Dafür ist der ganze Lack mitgenommen, einige Beulen und Kratzer inklusive. Abgebrochene Pastikteile und ein paar andere Defekte wie zB Fensteheber ect. gibt es auch noch. Davon aber mehr im nächsten Teil des Berichts.

      Bezahlt habe ich 4400 Euro und musste den Wagen selber Überführen. Obwohl der Wagen eben viele äußere Mängel hat, war ich mit dem Preis nicht unzufrieden, bedenkt man, dass der Wagen vor kurzem noch essenzielle Werkstattbesuche hinter sich hat, die absolut nötig waren.

      Diesen Wagen werde ich jetzt im laufe der nächsten Zeit durchreparieren und Ausbauen und alle nötigen Vorbereitungen treffen, damit wir noch einen langen Weg und hoffentlich schöne Oldtimer Jahre vor uns haben :)

      Bekannte Mängel und geplante Arbeiten, sowie die Umfangreichen Mods kommen dann beim nächten Mal.

      Bis dahin beste Grüße!
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      Grundsätzlich gilt -Nichts essen was größer ist als der eigene Kopf
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